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Bezirksliga: Leonberg rutscht immer tiefer in den "Abstiegssumpf"! PDF

0:5 Heimpleite gegen TV Hemau/Daniel Dechant nach 12 Minuten mit Rot vom Platz/Nur noch 4 Punkte bis zum Abstiegsplatz

Leonberg(svgt). Der SV Leonberg kommt den direkten Abstiegsrängen immer näher. Nach der 0:5 Heimpleite gegen den TV Hemau und den Siegen von Schwarzhofen und Lengenfeld zieht sich die Schlinge immer enger. Bereits vor der Partie musste der SVL einige Rückschläge hinnehmen. SV-Coach Thomas Zimmerer musste beide Außenbahnen neu besetzen da Tobias Neft mit einer Zerrung ausfiel und Thomas Grundstein aufgrund einer Rippenprellung nicht spielen konnte. Stefan Semmler musste sein "Comeback" ebenfalls verschieben. Die Partie begann denkbar ungünstig für die Hausherren. Sebastian Rajzer schlug nach 2 Minuten beim ersten Hemauer Angriff über den Ball. Tobias Reindl lies sich diese Gelegenheit nicht entgehen und schoss aus 16 Metern zur Hemauer Führung ein.

Kaum hatte der heimische SV diesen Schock verdaut, musste man den nächsten Niederschlag einstecken. Nach 12. Spielminuten stoppte Neuzugang Daniel Dechant, der zum ersten Mal nach seiner Sperre vor der Winterpause beim ASV Holzheim spielberechtigt war, Tobias Reindl per Foul. Marco Hanauer stand mindestens auf gleicher Höhe mit den beiden Akteuren. Der nicht gerade sicher leitende Schiedsrichter zeigte zum Unverständnis der Leonberger, Dechant die rote Karte wegen Notbremse. den fälligen Freistoß von TV-Libero Schmid konnte Alexander Heinrich parieren. Leonberg kämpfte sich nun mit 10 Mann in die Partie und verzeichnete ein klares Übergewicht im 1. Durchgang. Nach 19 Spielminuten setzte Michael Pongratz einen Freistoß an die Latte. Mitte der ersten Halbzeit bekam der Schiedsrichter erneut den Unmut der Leonberger zu hören. Nach einer Pongratz Hereingabe beförderte Mario Rödl den Ball mit der Hand ins Aus. Ein klarer Handelfmeter welchen der Schiedsrichter, obwohl er nur 6 Meter entfernt stand, nicht pfiff. In der 42. Spielminute hatte Leonberg seine beste Chance zum Ausgleich. Marco Hanauer köpfte nach einer Pongratz Ecke einen Aufsetzer Richtung langes Eck. Mario Rödl konnte den Ball gerade noch mit den Kopf von der Linie kratzen. So blieb es beim bis dahin unglücklichen 0:1 aus Sicht der Heimelf.

Nach dem Wechsel wollte der SVL noch einmal alles versuchen um zumindest einen Punkt in Leonberg zu behalten. Man hatte einige gute Aktionen nach vorne war aber vor dem Tor zu harmlos. Des Weiteren kam noch hinzu, dass der Schiedsrichter auch in Hälfte 2 ein klares Handspiel eines Hemauers im eigenen Strafraum nicht mit einem Strafstoß ahndete. Nach 53. Spielminuten setzte dann der TV Hemau seinen ersten Konter. Thomas Hebold setzte sich über links im Strafraum gegen Sebastian Rajzer durch. Der Hemauer Stürmer hätte sich auch fallen lassen können da der Angriff des SV-Verteidigers ein klares Foul war. Hebold lief weiter und flankte nach innen. Martin Greil nahm den Ball volley und traf zum 0:2 für den TV Hemau. Leonberg gab sich aber immer noch nicht geschlagen und versuchte weiterhin nach vorne zu spielen um gegen nicht gerade starke Hemauer den Anschlußtreffer zu erzielen. Nach 64 Spielminuten lief der SV in einen Konter. 3 Hemauer konnten diese Konterchance nicht nutzen da Tobias Singer und Sebastian Spiller diese Situation in höchster Not klären konnten. Eine Minute später setzte sich erneut der agile Pongratz durch und passte von der Außenlinie auf Marco Kerres. Juri Stromberger warf sich in den Schuß von Marco Kerres und verhinderte so den Anschlußtreffer der Leonberger. Nach 73 Spielminuten war dann die Partie entschieden. Rödl passte nach einem Konter der Hemauer gegen die zu weit aufgerückten Leonberger von links nach innen und bediente Thomas Hebold der keine Mühe hatte den Balll zum 0:3 an Alexander Heinrich vorbei ins Tor zu schiessen. 2 Minuten später hatte Markus Rösch nach einer Jentsch Flanke die große Chance den Anschlußtreffer zu erzielen. Er kam frei aus 5 Metern zum Kopfball, scheiterte jedoch am Hemauer Schlußmann Denny Weise. In den letzten 12 Minuten trafen die Gäste noch 2 Mal ins Schwarze. Tobias Reindl schraubte mit 2 Treffern das Resultat auf 0:5 in die Höhe. Das Ergebnis spiegelt nicht unbedingt den Spielverlauf nieder und fiel mit Sicherheit um 2-3 Tore zu hoch aus aber das interessiert am Ende doch niemanden. Jetzt brechen schwere Wochen für den SV ein der sich nun auf dem Relegationsplatz befindet und nur noch 4 Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz hat. Am kommenden WE geht es zum Schlußlicht nach Wörth gegen die es in der Hinrunde zu Hause nur zu einem 4:4 reichte. Die Personalsituation wird sich bis zum Spiel gegen Wörth nicht entscheidend verbessern.

Aufstellung:

SV Leonberg: Alexander Heinrich - Sebastian Rajzer (62. Fabian Kerres), Marco Hanauer (84. Witali Scheidt), Sebastian Spiller - Tobias Singer, Marco Merl, Marco Kerres, Daniel Dechant, Frank Jentsch - Markus Rösch, Michael Pongratz

TV Hemau: Denny Weise, Mario Rödl (Hierl Peter), Juri Stromberger, Max Freisleben, Marcus Schmidt, Patrick Bormann, Andreas Auburger, Martin Schoefmann, Tobias Reindl, Martin Greil, Thomas Hebold (84. Weber Richard)

Gelbe Karten: (34.) Markus Rösch, (40.) Marco Hanauer); (19.) Max Freisleben, (50.) Marcus Schmidt

Rote Karte: (12.) Daniel Dechant (Notbremse)

Schiedsrichter: Martin Nelz, A1: Michael Sussbauer, A2: Martin Speckner

 

SV Leonberg – TV Hemau 0:5 (0:1). Einen schwarzen Sonntag erlebte Leonberg. Während die Konkurrenz punktete, rutschte der SV durch die Niederlage auf den Relegationsplatz ab. Einige umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen sorgten für großen Unmut im Leonberger Lager. Daniel Dechant sah in der 12. Minute wegen einer Notbremse die rote Karte. Trotz Unterzahl verzeichnete Leonberg die größeren Chancen, doch Michael Pongratz (19., Freistoß an die Latte) und Marco Hanauer (40., Schuss von der Linie gekratzt) hatten Pech im Abschluss. Hemau, das durch Tobias Reindl früh in Führung gegangen war (3.), konterte die Gastgeber im zweiten Durchgang eiskalt aus und kam zu einem viel zu deutlich ausgefallenen Auswärtserfolg. Martin Greil (53.), Thomas Hebold (75.) und Reindl (80., 85.) sorgten für reichlich Verdruss im Leonberger Lager.


Quelle: MZ vom 04.05.2009

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 25. Juni 2009 um 21:27 Uhr